Bürgerinitiative Bürger für Stralau

Bebauungspläne Flaschenturm und "Goldenes Haus" in Berlin-Stralau

Vom 17.12.07 bis 21.1.2008 liegt der Bebauungsplan rund um den Stralauer Flaschenturm und das "Goldene Haus" im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg aus. Der Flaschenturm soll vom Industrie- zum Wohngebäude mit ca. 45 Loftwohnungen umgebbaut werden, das "Goldene Haus", bisher Bürogebäude und zum Teil von Künstlern und Kreativen genutzt, soll entkernt und ebenfalls zum Wohnhaus mit ca. 80 Wohnungen umgebaut werden. Die Pläne sehen u.a. eine Aufstockung um 2 Geschosse, Balkone und 75 Pkw-Stellplätze vor. Jeder kann die Pläne einsehen und dazu Stellung nehmen.

Bebauungsplan rund um den Flaschenturm und das
aus der "Berliner Zeitung" vom 7.12.2007

Das war: Die Info-Veranstaltung zum Autobahnbau am 30. Oktober 2007

Die Diskussionsrunde war sehr gut besucht (etwa 100 Teilnehmer), so daß einige leider im Flur stehen mußten. Wir hoffen, daß es sich dennoch für Sie gelohnt hat. Leider sind die Vertreter der planenden Behörde – der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung – nicht erschienen. Deren Fehlen wurde jedoch mehr als wettgemacht durch Harald Moritz und Dr. Birte Rodenberg von der Bürgerinitiative Stadtring Süd (BISS), die sich gegen den Autobahnbau stark macht.

Die BISS hat in einem sehr fundierten und gut vorbereiteten Vortrag die Planungen und deren Auswirkungen auf Treptow und Stralau sehr detailliert erläutert und mit Zahlen untermauert. Diese Planungen lassen sich auf den Webseiten der BISS auch noch einmal nachlesen.

Es wurde dargelegt, daß die Autobahn in der gegenwärtigen Planung vor allem ein großes Stauproblem im Bereich Elsenbrücke und an der Kreuzung Alt-Stralau/Kynaststraße verursachen wird. Des weiteren werden durch den breiten Trog die Landschaft und das Stadtbild zerstört. Es wurde deutlich gemacht, daß die Planung völlig am Bedarf vorbeigeht und vor allem deswegen durchgeführt wird, weil das Land Berlin die Autobahn nicht selbst bezahlen muß.

Auch die Vertreter des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg, Baustadträtin Kalepky und Herr Müller vom Tiefbauamt sprachen sich gegen die Planungen aus.

Die anschließende Diskussion von Anwohnern und Politikern im Publikum war recht kontrovers. Es wurde deutlich, daß eine zusätzliche Belastung der Kreuzung Alt-Stralau die Lage der Halbinsel verschlimmern würde. Es gab aber einige, die sich für die Autobahn aussprachen. Vor allem aber wurde klar, daß es noch andere ungelöste Verkehrsprobleme in Stralau gibt.

Im kommenden Jahr werden die Pläne öffentlich ausgelegt. Dann kann jeder Einspruch erheben. Die BISS plant gemeinsam mit dem BUND eine Klage gegen das Autobahnprojekt. Diese ist allerdings sehr teuer. Wer der BISS bei Ihrer Arbeit gegen die Autobahn helfen möchte, kann dies tun, u.a. durch Spenden (steuerlich absetzbar):

Wie und wofür man spenden kann, steht auf der Webseite der BISS.

Kontakt Bürgerinitiative Bürger für Stralau, Berlin

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